Erklärung der Redaktion der Zeitschrift „Linguistische Treffen in Wrocław“
zu Forschungsarbeiten unter Beteiligung von Menschen
Die Redaktion der Zeitschrift „Linguistische Treffen in Wrocław“ verlangt, dass alle veröffentlichten Beiträge, die Ergebnisse von Forschungsarbeiten unter Beteiligung von Menschen präsentieren, im Einklang mit den Grundsätzen wissenschaftlicher Redlichkeit, den geltenden Rechtsvorschriften sowie anerkannten internationalen ethischen Standards durchgeführt werden.
Insbesondere müssen die Forschungen – soweit für geistes- und sprachwissenschaftliche Studien einschlägig – mit den ethischen Grundsätzen der Deklaration von Helsinki des World Medical Association im Einklang stehen.
1. Anwendungsbereich
Diese Regelung betrifft Beiträge, die beruhen auf:
- soziolinguistischen und psycholinguistischen Untersuchungen,
- Interviews, Umfragen und experimentellen Studien,
- Audio- und Videoaufnahmen mit Beteiligung von Versuchspersonen,
- Feldforschungen in bestimmten Sprachgemeinschaften,
- Analysen von Materialien, die personenbezogene Daten enthalten.
2. Zustimmung einer Ethikkommission
Sofern Art und Umfang der Forschung dies erfordern (z.B. experimentelle Studien, Forschung mit Minderjährigen, Verarbeitung sensibler Daten), sind die Autorinnen und Autoren verpflichtet, eine Zustimmung der zuständigen Ethikkommission ihrer Heimatinstitution oder einer anderen zuständigen Einrichtung einzuholen.
Die Einholung der Zustimmung ist durch eine entsprechende Autorenerklärung zusammen mit dem Manuskript zu dokumentieren.
In der Erklärung sowie im Beitrag sind anzugeben:
- Name der Ethikkommission,
- Nummer des Beschlusses,
- Datum der Entscheidung.
3. Informierte Einwilligung
Bei Forschung unter Beteiligung von Menschen sind die Autorinnen und Autoren verpflichtet, eine freiwillige und informierte Einwilligung der Teilnehmenden einzuholen. Diese muss Informationen über Ziel der Studie, Art der Datennutzung sowie das Recht auf Widerruf der Einwilligung enthalten. Die Einwilligung soll schriftlich erfolgen, sofern die zuständige Ethikkommission oder nationale Rechtsvorschriften nichts anderes vorsehen.
Bei Minderjährigen oder nicht voll geschäftsfähigen Personen ist die Einwilligung der gesetzlichen Vertretung erforderlich.
4. Schutz personenbezogener Daten
Die Verarbeitung personenbezogener Daten muss im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie dem polnischen Gesetz vom 10. Mai 2018 über den Schutz personenbezogener Daten erfolgen.
Die Autorinnen und Autoren sind verpflichtet:
- personenbezogene Daten zu anonymisieren (sofern keine ausdrückliche Zustimmung zur Offenlegung vorliegt),
- Forschungsmaterialien angemessen zu sichern,
- den Umfang der veröffentlichten Daten auf das wissenschaftlich notwendige Minimum zu beschränken.
5. Forschung in Sprachgemeinschaften
Bei Untersuchungen in sprachlichen, regionalen oder ethnischen Minderheiten ist darzulegen, dass die Forschung unter Achtung kultureller Normen und im Sinne einer verantwortungsvollen Zusammenarbeit mit der jeweiligen Gemeinschaft durchgeführt wurde.
6. Wissenschaftliche Redlichkeit und Verantwortung
Die Redaktion beachtet die Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis sowie die Leitlinien des polnischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft zur wissenschaftlichen Integrität. Die Autoren tragen die volle Verantwortung für die Übereinstimmung der Untersuchungen mit den geltenden Vorschriften.
Mit der Einreichung eines Beitrags, der Ergebnisse von Forschung unter Beteiligung von Menschen präsentiert, ist die Vorlage einer Autorenerklärung erforderlich, in der bestätigt wird, dass die Forschung im Einklang mit ethischen Standards – einschließlich der einschlägigen Grundsätze der Deklaration von Helsinki – durchgeführt wurde.
Manuskripte, die diese Anforderungen nicht erfüllen, werden nicht in das Begutachtungsverfahren aufgenommen.
